Chronische Schmerzen verstehen: 3 versteckte Ursachen, die Beschwerden aufrechterhalten
Viele von uns erleben Phasen, in denen Schmerzen über Tage oder Wochen spürbar bleiben. Oft entsteht der Eindruck, der Körper arbeite gegen einen. Dabei steckt hinter anhaltenden Beschwerden häufig ein Zusammenspiel aus Haltung, innerer Spannung und Alltagsmustern.
In diesem Beitrag zeige ich dir drei Aspekte, die chronische Schmerzen unbewusst verstärken können. Wenn du sie kennst, kannst du viel leichter gegensteuern und deinen Körper sanft Richtung Entlastung begleiten.
1. Fehlhaltung durch Sitzen und Bildschirmarbeit
Viele Schmerzen entstehen, weil sich die Körperhaltung Stück für Stück verschiebt. Bildschirmarbeit, Autofahrten und ein Alltag, der viel Sitzen mit sich bringt, formen den Körper. Oft wird der Kopf ein wenig nach vorne getragen, die Schultern ziehen nach oben und der Rücken verliert seine natürliche Beweglichkeit.
Der Körper gleicht diese Muster lange aus. Dabei entsteht ein Dauertonus in Muskeln und Faszien. Dieser Spannungszustand kann Druck auf Gelenke, Nerven und Gewebe ausüben und Schmerzen spürbarer machen.
Ein achtsamer Blick auf die Haltung unterstützt dich dabei, diese Muster zu erkennen. Schon kleine Bewegungsimpulse im Alltag bringen Entlastung.
2. Stress und emotionale Belastungen als Schmerzverstärker
Schmerzen reagieren sehr sensibel auf seelische Belastungen. Ein voller Alltag, ungelöste Themen oder lange Phasen hoher Verantwortung wirken wie ein innerer Verstärker. Der Körper hält diese Spannung fest und drückt sie oft über den Bewegungsapparat aus.
Häufig meldet sich der Nacken bei Sorgen, die auf den Schultern liegen. Der Rücken reagiert auf dauerhafte Anspannung. Der Kiefer speichert Themen, die schwer auszusprechen sind.
Emotionen wandern nicht einfach an uns vorbei, sie bewegen den Körper von innen. Sobald wieder Raum entsteht, teilen sich Spannungen leichter auf und Schmerzen wirken weniger intensiv.
3. Flache Atmung und ihre Auswirkungen auf den Körper
Die Atmung beeinflusst das gesamte Spannungsverhalten. Wenn sie flach wird, arbeitet der Brustkorb weniger mit. Nacken, Schultern und Zwischenrippenmuskeln übernehmen Aufgaben, für die sie wenig Kraftreserven haben.
Das Zwerchfell erhält in solchen Momenten weniger Bewegungsfreiheit. Dadurch entstehen Druckgefühle in Lendenwirbelsäule, Bauchraum und Brustkorb. Baut sich diese Spannung über längere Zeit auf, verstärken sich Schmerzen im Alltag.
Eine ruhige, tiefe Atmung unterstützt dein Nervensystem und schenkt dem Körper ein Gefühl von Sicherheit. Sobald der Atem wieder fließt, verändern sich viele Spannungsmuster wie von selbst.
Was du aus diesem Beitrag mitnehmen kannst
Chronische Schmerzen entstehen oft aus mehreren kleinen Faktoren. Jede Veränderung, die du bewusst in den Alltag einbaust, wirkt wie ein neuer Impuls.
Eine aufmerksame Haltung, ein achtsamer Umgang mit dir selbst und eine freie Atmung schaffen Raum für mehr Wohlbefinden. Der Körper orientiert sich an dem, was du ihm anbietest. Mit Geduld, Klarheit und einer liebevollen inneren Haltung kann er wieder in ein natürlicheres Gleichgewicht finden.
Tipp: In meinen Kursen SoulFlow und Mind|Body|Pilates arbeiten wir gezielt an Haltung, Atmung und innerem Gleichgewicht mit therapeutischem Hintergrund und in kleinen Gruppen.
Ganzheitliche Schmerztherapie in der Praxis Symphonie
In der Praxis Symphonie arbeite ich mit einem ganzheitlichen Blick auf dich und deinen Körper. Dazu gehören manuelle Techniken, Akupunktur, naturheilkundliche Ansätze, sanfte Mobilisation und Übungen, die du mühelos in deinen Alltag integrierst.
Gemeinsam finden wir heraus, welche Muster deine Beschwerden verstärken und welche Schritte dir zu mehr Leichtigkeit verhelfen.
Dein nächster Schritt
Wenn du merkst, dass dich bestimmte Muster begleiten und du deinem Körper liebevolle Unterstützung schenken möchtest, wähle dir einfach einen passenden Termin.
Ich freue mich darauf, dich ein Stück auf deinem Weg zu begleiten.


