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Zähneknirschen und Migräne: Wenn chronischer Stress deinen Kiefer zum Schraubstock macht

Zähneknirschen und Migräne

Wachst du morgens mit verspanntem Kiefer auf? Schmerzt dein Kiefergelenk? Sagt dein Zahnarzt, deine Zähne seien abgeschliffen?

Dann gehörst du zu den geschätzt 20-30% der Erwachsenen, die nachts mit den Zähnen knirschen, oft ohne es zu wissen.

„Bruxismus“ nennt die Medizin das. Klingt seltsam und wahrscheinlich unbekannt. Der Zahnarzt fertigt dafür eine Schiene an. Problem gelöst, oder?

Nicht ganz.

Denn Zähneknirschen ist kein isoliertes Zahnproblem. Es ist ein Stress-Symptom wie ein Ventil. Eine Art, wie dein Körper versucht, mit chronischer Anspannung umzugehen. Und es ist nur die Spitze des Eisbergs.

Unter der Oberfläche unsichtbar, aber spürbar, öffnet chronischer Stress unzählige Baustellen in deinem Körper:

  • Verspannte Kaumuskulatur
  • Blockiertes Kiefergelenk
  • Durchblutungsstörungen im Kopf
  • Überaktives Nervensystem
  • Entzündungsprozesse

Und am Ende dieser Kaskade steht oft: Migräne.

In diesem Artikel zeige ich dir:

  • Warum Zähneknirschen ein Warnsignal für chronischen Stress ist
  • Welche Körperbaustellen dabei entstehen (Schritt für Schritt)
  • Wie die Verbindung zwischen Kiefer und Migräne funktioniert
  • Was du konkret tun kannst, jenseits der Beißschiene
  • Wie ganzheitliche Therapie bei Stress, Knirschen und Migräne helfen kann

Zähneknirschen: Mehr als nur abgeschliffene Zähne

Zähneknirschen – medizinisch Bruxismus genannt – ist das unbewusste, meist nächtliche Aufeinanderpressen und Mahlen der Zähne.

Die Zahlen sind beeindruckend:

  • Bis zu 400 kg Druck kann beim Knirschen auf die Zähne wirken
  • Normalerweise beträgt die Kaukraft beim Essen etwa 30-40 kg
  • Das Kiefergelenk ist eines der am stärksten belasteten Gelenke des Körpers

Typische Symptome:

  • Abgeschliffene Zahnflächen
  • Risse im Zahnschmelz
  • Empfindliche Zähne
  • Verspannter Kiefer am Morgen
  • Schmerzen im Kiefergelenk
  • Knacken oder Reiben beim Mundöffnen
  • Kopfschmerzen (besonders morgens)
  • Nackenschmerzen
  • Ohrenschmerzen

Warum knirschen wir überhaupt?

Die Schulmedizin unterscheidet mehrere Ursachen:

  • Fehlstellungen der Zähne (Okklusionsstörungen)
  • Stress und psychische Anspannung
  • Schlafstörungen
  • Medikamentennebenwirkungen

Die Wahrheit aus der Praxis:

In über 90% der Fälle ist chronischer Stress der Hauptgrund. Die Zahnfehlstellung ist vielleicht ein Verstärker, aber nicht die eigentliche Ursache.

Die Stress-Kaskade: Was in deinem Körper wirklich passiert

Jetzt wird es konkret. Lassen mich dir zeigen, was chronischer Stress in deinem Körper anrichtet und warum am Ende oft Migräne steht.

Stufe 1: Chronischer Stress versetzt dich in permanente Alarmbereitschaft

Dein vegetatives Nervensystem besteht aus zwei Gegenspielern:

  • Sympathikus: Gaspedal – Aktivität, Kampf, Flucht
  • Parasympathikus: Bremse – Erholung, Verdauung, Entspannung

Unter chronischem Stress:

  • Dein Sympathikus ist dauerhaft aktiviert
  • Das Gaspedal wird durchgedrückt – 24/7
  • Die Bremse (Parasympathikus) funktioniert kaum noch

Die Folge: Dein Körper bleibt in ständiger Alarmbereitschaft, auch nachts, wenn du eigentlich schlafen solltest.

Ein sichtbares Zeichen? Ein erhöhter Ruhepuls (über 80 Schläge/Min am Morgen). Mehr dazu in unserem Artikel

Stufe 2: Deine Muskeln spannen sich überall an

Ein aktiver Sympathikus bereitet deinen Körper auf Kampf oder Flucht vor. Dafür braucht er angespannte, einsatzbereite Muskeln.

Was passiert:

  • Die Schultern ziehen sich hoch
  • Der Nacken verspannt sich
  • Die Kiefermuskulatur wird steinhart
  • Selbst die kleinen Muskeln an der Schädelbasis sind unter Dauerspannung

Tagsüber kannst das noch einigermaßen kontrollieren. Du merkst: „Oh, ich ziehe die Schultern hoch“ und entspannst bewusst.

Nachts gibt es diese bewusste Kontrolle nicht mehr. Dein Unterbewusstsein übernimmt. Und dein Unterbewusstsein kennt nur ein Programm: Anspannung.

Der Kiefer presst sich zusammen. Die Zähne mahlen aufeinander. Stunde um Stunde. Nacht für Nacht.

Stufe 3: Der Teufelskreis der Verspannungen

Stelle dir vor, du würdest tagsüber 8 Stunden lang mit aller Kraft eine schwere Tasche tragen. Am nächsten Morgen wäre dein Arm völlig verspannt, schmerzhaft, überlastet.

Genau das passiert mit deiner Kiefermuskulatur:

Die Kaumuskulatur (besonders der Musculus masseter und der Musculus temporalis) arbeitet nachts auf Hochtouren. Mit hunderten Kilogramm Druck und das teilweise über Stunden.

Am Morgen sind diese Muskeln:

  • Überlastet und verkrampft
  • Durchblutet mit Milchsäure (das Abfallprodukt der Muskelarbeit)
  • Voller schmerzhafter Triggerpunkte (Muskelknoten)

Und jetzt kommt das Entscheidende:

Diese verspannten Kiefermuskeln strahlen aus. Sie ziehen an Nachbarstrukturen. Sie beeinflussen das gesamte Spannungsnetz deines Kopfes.

Konkret:

  • Die Schläfenmuskulatur (Temporalis) ist direkt über der Migräne-Region
  • Triggerpunkte im Masseter strahlen in die Schläfe und hinters Auge
  • Verspannungen ziehen bis in den Nacken und die Schultern
  • Das Kiefergelenk selbst wird überlastet

Ein Dominoeffekt. Eine Verspannung zieht die nächste nach sich.

Stufe 4: Das Kiefergelenk gerät aus der Balance

Das Kiefergelenk (Craniomandibuläres System, kurz CMD) ist ein hochkomplexes Gebilde:

  • Es verbindet Ihren Unterkiefer mit dem Schädelknochen
  • Eine kleine Knorpelscheibe (Diskus) liegt zwischen den Gelenkflächen
  • Unzählige Muskeln, Bänder und Nerven sind beteiligt

Beim chronischen Knirschen:

  • Der Gelenkknorpel wird überlastet
  • Der Diskus kann verrutschen (→ Kieferknacken)
  • Entzündungsprozesse beginnen
  • Das Gelenk wird instabil

Die Folgen:

  • Schmerzen beim Kauen
  • Knacken oder Reiben beim Mundöffnen
  • Eingeschränkte Mundöffnung
  • Schmerzen, die bis ins Ohr ausstrahlen

Stufe 5: Die Durchblutung im Kopf verschlechtert sich

Jetzt wird es kritisch für Migräne-Patienten.

Was viele nicht wissen:

Verspannte Muskeln sind schlechter durchblutet. Die verhärteten Muskelfasern drücken auf die kleinen Blutgefäße, die durch sie hindurchlaufen.

Im Kopf-Hals-Bereich bedeutet das:

  • Schlechtere Durchblutung der Schläfenregion
  • Reduzierte Sauerstoffversorgung des Gehirns
  • Schlechterer Abtransport von Stoffwechselabfallprodukten
  • Stauung von Blut und Lymphflüssigkeit

Dein Gehirn bekommt weniger, was es braucht und das macht es reizbar.

Stufe 6: Entzündungsprozesse entstehen

Chronische Überlastung führt zu Entzündungen. Das gilt für das Kiefergelenk genauso wie für jeden anderen überlasteten Bereich.

Was passiert:

  • Entzündungsbotenstoffe (Zytokine) werden freigesetzt
  • Das Gewebe schwillt an
  • Schmerzrezeptoren werden sensibilisiert
  • Das Nervensystem wird reizbarer

Und genau diese Entzündungsprozesse sind ein klassischer Migräne-Trigger.

Stufe 7: Der Trigeminusnerv wird aktiviert, die Migräne beginnt

Jetzt schließt sich der Kreis.

Der Nervus trigeminus (fünfter Hirnnerv) ist zuständig für die Schmerzwahrnehmung im Gesicht, am Kopf und auch im Kieferbereich.

Wenn dieser Nerv durch folgende Faktoren gereizt wird:

  • Verspannte Muskulatur im Kieferbereich
  • Entzündungsprozesse am Kiefergelenk
  • Schlechte Durchblutung
  • Chronische Überreizung durch Stress

…dann sendet er Schmerzsignale ans Gehirn.

Und bei Menschen mit Migräne-Veranlagung reicht das oft aus, um die komplette Migränekaskade in Gang zu setzen:

  • Der Trigeminus setzt Entzündungsstoffe frei (CGRP, Substanz P)
  • Die Gehirngefäße entzünden sich und schwellen an
  • Die Hirnhäute werden gereizt
  • Der pochende, pulsierende Migräneschmerz setzt ein

Stufe 8: Ein Teufelskreis entsteht

Die grausame Ironie:

  • Stress → Zähneknirschen → Verspannungen → Migräne
  • Migräne → mehr Stress (Angst vor der nächsten Attacke)
  • Mehr Stress → mehr Knirschen → mehr Migräne

Ein Kreislauf, aus dem viele Betroffene ohne Hilfe nicht mehr herauskommen.

Selbsttest: Zeichen für stressbedingtes Zähneknirschen

Viele Betroffene wissen gar nicht, dass sie knirschen. Mache den Check:

1. Morgen-Check

Direkt nach dem Aufwachen:

  • Ist dein Kiefer verspannt, hart, verkrampft?
  • Schmerzt das Kiefergelenk (vor dem Ohr)?
  • Fühlen sich deine Zähne empfindlich an?
  • Hast du Kopfschmerzen in der Schläfenregion?
  • Ist dein Nacken verspannt?

2 oder mehr „Ja“: Wahrscheinlich knirschst du

2. Kiefer-Beweglichkeits-Test

Vor dem Spiegel:

  1. Öffne den Mund so weit wie möglich
  2. Normal: Du solltest 3 Finger hochkant zwischen die Zähne bekommen
  3. Bewege den Unterkiefer nach rechts und links

⚠️ Probleme beim Öffnen, Schmerzen oder Knacken? → Kiefergelenk überlastet

3. Muskel-Druck-Test

Taste deine Kiefermuskulatur ab:

Masseter (Kaumuskel):

  • Lege die Finger auf deine Wangen (etwa auf Höhe der Backenzähne)
  • Beiße kurz die Zähne zusammen → Du spürst, wie der Muskel hart wird
  • Drücke nun sanft auf diesen Muskel

Temporalis (Schläfenmuskel):

  • Lege die Finger an die Schläfen
  • Beiße kurz zusammen → Muskel wird spürbar
  • Drücke sanft

🚨 Schmerzhaft beim Drücken? → Triggerpunkte durch Überlastung

4. Zahn-Check beim Zahnarzt

Typische Zeichen für Bruxismus:

  • Abgeschliffene Kauflächen (besonders an den Backenzähnen)
  • Risse oder Absplitterungen im Zahnschmelz
  • Zahnfleischrückgang
  • Keilförmige Defekte am Zahnhals

5. Partner-Feedback

Fragen deinen Partner: „Hört es sich nachts an, als würde ich mit den Zähnen knirschen?“

Das Geräusch ist oft deutlich hörbar, wie ein Stein, der über Stein reibt.

Die Standard-Lösung: Beißschiene und dann?

Wenn du mit Zähneknirschen zum Zahnarzt gehen, bekommst du in 99% der Fälle eine Aufbissschiene (Okklusionsschiene).

Was die Schiene leistet:

✅ Schützt die Zähne vor weiterem Abrieb
✅ Verhindert, dass Zahnschäden entstehen
✅ Kann das Kiefergelenk etwas entlasten

Was die Schiene NICHT leistet:

❌ Behandelt nicht die Ursache (chronischer Stress)
❌ Stoppt nicht das Knirschen selbst
❌ Löst nicht die Verspannungen in der Muskulatur
❌ Reduziert nicht Ihr Migräne-Risiko

Verstehe mich nicht falsch:

Die Schiene ist wichtig und sinnvoll! Sie schützt deine Zähne vor Schäden, die sonst sehr teuer werden können.

Aber:

Wenn du nur die Schiene trägst und sonst nichts änderst, knirschst du einfach weiter, nur jetzt mit Schutz. Die Verspannungen bleiben. Der Stress bleibt und die Migräne bleibt.

Die Schiene ist Symptombekämpfung, nicht Ursachenbehandlung.

Der ganzheitliche Ansatz: Stress, Kiefer und Migräne zusammen behandeln

In der Naturheilkunde und besonders in meiner Praxis schauen wir auf das große Ganze.

Die Frage ist nicht: „Wie schütze ich die Zähne vor dem Knirschen?“

Sondern: „Warum knirsche ich überhaupt? Und wie kann ich das System wieder ins Gleichgewicht bringen?“

1. Stresslevel objektiv erfassen

Ruhepuls-Monitoring:

  • Messe 7 Tage lang morgens deinen Ruhepuls (im Liegen, vor dem Aufstehen)
  • Liegt er über 80 Schläge/Min? → Der Sympathikus ist überaktiv
  • Ausführlicher Artikel zum Ruhepuls

Cortisol-Tagesprofil: Ein Cortisol-Speicheltest von cerascreen* zeigt, ob dein Stresshormon-Rhythmus noch intakt ist.

Weitere Stress-Zeichen:

2. Magnesium: Der Muskelentspanner

Magnesium ist der Mineralstoff für Muskelentspannung schlechthin. Bei Stress wird es massiv verbraucht und ein Mangel verschlimmert sowohl Knirschen als auch Migräne.

Wirkung bei Bruxismus:

  • Entspannt die Muskulatur (auch die Kiefermuskulatur)
  • Reduziert nächtliche Muskelkrämpfe
  • Senkt die Stressreaktivität
  • Wirkt migräneprophylaktisch

Dosierung: 400-600mg täglich (aufgeteilt auf 2 Einnahmen)

Produktempfehlung:

Achte auf organische Verbindungen (Citrat, Glycinat, Bisglycinat), diese sind besser verträglich als Magnesiumoxid.

3. B-Vitamine: Nervenstärkung

Die B-Vitamine (besonders B1, B6, B12) sind essenziell für ein gesundes Nervensystem und die Stressverarbeitung.

Produktempfehlung:

4. Adaptogene: Pflanzliche Stress-Regulatoren

Ashwagandha (Schlafbeere):

  • Senkt nachweislich Cortisol
  • Verbessert Schlafqualität
  • Beruhigt das Nervensystem

Produktempfehlung:

5. Homöopathie und Schüßler-Salze

Bei Zähneknirschen und Kieferverspannungen bewährt:

Homöopathie:

Schüßler-Salze:

6. Akupunktur: Direkte Entspannung der Kiefermuskulatur

In meiner Praxis setze ich Akupunktur gezielt ein, um:

  • Die Kiefermuskulatur zu entspannen
  • Das Kiefergelenk zu entlasten
  • Das vegetative Nervensystem zu regulieren
  • Triggerpunkte aufzulösen

Wichtige Akupunkturpunkte bei Bruxismus:

Lokale Punkte (am Kiefer):

  • Magen 6: Direkt am Masseter-Muskel, entspannt die Kaumuskulatur
  • Magen 7: Am Kiefergelenk, bei Kieferschmerzen
  • Dünndarm 19: Vor dem Ohr, bei Kiefergelenksproblemen

Fern-Punkte (Körperakupunktur):

  • Dickdarm 4: „Der Schmerz-Punkt“ – bei Kopf- und Kieferschmerzen
  • Leber 3: Löst Leber-Qi-Stagnation (unterdrückter Stress)
  • Gallenblase 20: Bei Nacken-Kopf-Verspannungen

Ohrakupunktur:

  • Shenmen: Beruhigt, senkt Stress
  • Kiefer-Punkt: Direkte Entspannung der Kiefermuskulatur
  • Vegetativum: Reguliert Sympathikus/Parasympathikus

Mehr zur Ohrakupunktur

7. Manuelle Therapie: Verspannungen lösen

Triggerpunkt-Behandlung: Die schmerzhaften Knoten in der Kiefermuskulatur (Triggerpunkte) können durch gezielte manuelle Therapie aufgelöst werden.

Techniken:

  • Direkte Triggerpunkt-Massage (am Masseter und Temporalis)
  • Craniosacrale Therapie (Entspannung der Schädelknochen und Kiefergelenk)
  • Faszienbehandlung im Nacken-Kopf-Bereich

Mehr zur Triggerpunkt-Therapie

8. Atemtechniken: Parasympathikus aktivieren

Dein Atem ist der Schlüssel zur Entspannung. Mit gezielten Atemtechniken kannst du deinen  Parasympathikus aktivieren, auch nachts.

Unser EmotionFlow-Kurs: Tiefgreifende Atemtechniken speziell für Stressregulation und Entspannung. → Mehr Infos zu EmotionFlow

9. Schlafhygiene optimieren

Abend-Ritual zur Entspannung:

  • 1 Stunde vor dem Schlaf: Bildschirme aus (Blaulicht aktiviert Sympathikus!)
  • Warmes Bad oder Fußbad mit Magnesium-Salz
  • Kurze Atemübung
  • Ruhige Musik oder Entspannungs-Audio/Video

Feste Schlafzeiten:

  • Auch am Wochenende nicht mehr als 1 Stunde länger schlafen
  • Regelmäßigkeit beruhigt das Nervensystem

10. Progressive Muskelentspannung nach Jacobson

Speziell für die Kiefermuskulatur:

Vor dem Schlafengehen:

  1. Kiefermuskulatur bewusst anspannen (5 Sekunden)
  2. Loslassen und nachspüren (10 Sekunden)
  3. 3x wiederholen

Das trainiert dein Gehirn, die Anspannung bewusst wahrzunehmen und loszulassen.

11. Stressmuster erkennen und ändern

Die wichtigste Frage:

„Wann knirsche ich am meisten? Nach welchen Tagen/Situationen ist mein Kiefer besonders verspannt?“

Führe ein Tagebuch:

  • Wie verspannt ist dein Kiefer morgens (Skala 1-10)?
  • Was war am Vortag los? (Stress, Konflikte, Zeitdruck?)
  • Wie war dein Schlaf?

Nach 2-3 Wochen siehst du Muster. Und kannst gezielt gegensteuern.

Unser ganzheitlicher Behandlungsansatz in der Praxis

In der Praxis Symphonie behandeln wir Zähneknirschen und Migräne nicht isoliert, sondern im Gesamtkontext.

Dein Weg bei uns:

1. Ganzheitlicher Ersttermin (149€, 90 Minuten):

  • Ausführliche Anamnese:
    • Wie lange knirschst du schon?
    • Wann ist es besonders schlimm?
    • Welche Stressbelastungen hast?
    • Wie häufig ist deine Migräne?
    • Gibt es einen Zusammenhang zwischen Knirschen und Migräne?
  • Körperliche Untersuchung:
    • Kiefergelenk-Funktion
    • Palpation der Kaumuskulatur (Triggerpunkte?)
    • Nacken-Schulter-Verspannungen
  • Ohrdiagnostik:

2. Individueller Therapieplan:

Typische Bausteine (je nach Befund):

  • Akupunktur (Körper + Ohr) – 1-2x wöchentlich initial
  • Triggerpunkt-Behandlung der Kiefermuskulatur
  • Craniosacrale Therapie
  • Nährstofftherapie (Magnesium, B-Vitamine, ggf. Adaptogene)
  • Homöopathie/Schüßler-Salze (individuell abgestimmt)
  • Atemtechniken (praktische Anleitung)
  • Stressmanagement-Strategien

3. Verlaufskontrolle:

  • Alle 4-6 Wochen Überprüfung der Fortschritte
  • Anpassung der Therapie bei Bedarf
  • Messung: Wie verspannt ist der Kiefer? Wie häufig die Migräne?

Du wohnst nicht in der Nähe? Online-Beratung möglich!

Nicht jeder kann persönlich in die Praxis kommen, deshalb biete ich auch eine Online-Migräne- & Kopfschmerzberatung an.

In der Online-Sprechstunde:

  • Individuelle Triggeranalyse (Ernährung, Stress, Haltung, Tagesrhythmus)
  • Entspannende Selbsthilfetechniken
  • Naturmedizinische Impulse für Balance
  • Entwicklung alltagstauglicher Strategien

Mehr zur Online-Beratung

Sofortmaßnahmen, die du heute beginnen kannst

Du musst nicht auf den ersten Termin warten. Beginne jetzt:

1. Kiefermuskulatur bewusst wahrnehmen

  • Tagsüber immer mal checken: „Ist mein Kiefer gerade angespannt?“
  • Bewusst lockerlassen
  • Zungenspitze hinter die oberen Schneidezähne legen → entspannt automatisch

2. Magnesium starten

  • 400mg täglich (idealerweise abends)
  • Mindestens 4 Wochen durchhalten

3. Wärme am Kiefer

  • Abends: Warmes Kirschkernkissen auf den Kiefer legen (10-15 Min)
  • Entspannt die Muskulatur vor dem Schlaf

4. Selbstmassage

  • Massiere sanft deine Kiefermuskulatur (kreisende Bewegungen)
  • Besonders den Masseter (auf den Wangen) und Temporalis (Schläfen)
  • 2x täglich, je 2-3 Minuten

5. Abend-Ritual etablieren

  • 30 Min vor dem Schlaf: Entspannungsphase einbauen
  • Bildschirme aus
  • 4-7-8-Atmung
  • Kiefermuskulatur bewusst entspannen

6. Tagebuch führen

  • Morgens: Wie verspannt ist der Kiefer? (1-10)
  • Abends: Wie war der Tag? (Stress-Level 1-10)
  • Nach 2 Wochen: Muster erkennen

Das Zähneknirschen ist deine Einladung genauer hinzuschauen

Das ist dein Körper, der mit Ihnen spricht. Der dir zeigt, dass du überlastet sind.

Die Beißschiene schützt die Zähne und das ist wichtig. Aber sie behandelt nicht die Ursache. Sie stoppt nicht den chronischen Stress, der dein System überlastet. Sie löst nicht die Verspannungen, die bis zur Migräne führen.

Echter Wandel entsteht, wenn du:

  • Den chronischen Stress ernst nimmst (nicht als „normal“ abtun)
  • Die Verbindungen verstehst (Stress → Knirschen → Verspannungen → Migräne)
  • Ganzheitlich behandelt wirst (Körper, Nervensystem, Lebensweise)

Das Zähneknirschen ist eine Einladung, innezuhalten, hinzuschauen und zu verstehen, was dein Körper braucht.

Und diese Einladung anzunehmen, das ist der erste Schritt zu weniger Knirschen, weniger Verspannungen und weniger Migräne.

👉 Termin für ganzheitliche Behandlung buchen (149€)


Häufig gestellte Fragen

Verschwindet das Zähneknirschen komplett, wenn ich den Stress reduziere? Das ist individuell sehr unterschiedlich. Bei einigen Menschen verschwindet das Knirschen vollständig, wenn der chronische Stress abnimmt. Bei anderen reduziert es sich deutlich, bleibt aber in geringem Maße bestehen, besonders in akuten Stressphasen. Die Beißschiene sollte daher weiterhin getragen werden.

Kann Akupunktur das Knirschen stoppen? Akupunktur kann die Kiefermuskulatur entspannen, das vegetative Nervensystem regulieren und die Stressverarbeitung verbessern. Viele Patienten berichten von deutlich weniger morgendlichen Kieferschmerzen. Ob das Knirschen komplett stoppt, ist individuell verschieden.

Sollte ich parallel zur ganzheitlichen Therapie weiter zum Zahnarzt gehen? Ja, unbedingt! Die Beißschiene schützt die Zähne vor Schäden und sollte weiter getragen werden. Die ganzheitliche Therapie behandelt die Ursache (Stress), die Schiene schützt vor den Folgen (Zahnabrieb). Beides ergänzt sich ideal.

Kann ich die Nährstoffe auch ohne Therapeuten einnehmen? Magnesium und B-Vitamine können in den genannten Dosierungen in der Regel problemlos eingenommen werden. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme solltest du jedoch vorher mit einem Arzt oder Heilpraktiker sprechen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten? Private Krankenversicherungen und Zusatzversicherungen erstatten Heilpraktiker-Leistungen manchmal anteilig oder vollständig. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht. Die Beißschiene wird von der gesetzlichen Krankenkasse üblicherweise bezahlt (beim Zahnarzt).

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Zähneknirschen und anderen Beschwerden? Ja! Chronisches Zähneknirschen geht häufig einher mit: Nackenverspannungen, Schulterschmerzen, Tinnitus, Schwindel, Schlafstörungen, Verdauungsproblemen, all das sind Zeichen für ein überaktives Nervensystem.

Kann Zähneknirschen auch bei Kindern auftreten? Ja, auch Kinder können knirschen, oft in Entwicklungsphasen oder bei psychischer Belastung. Bei Kindern ist meist ein sanfterer Ansatz mit Entspannungstechniken, Homöopathie und Elternberatung sinnvoll.


Weiterführende Informationen

📚 Mehr zum Thema Stress und Migräne:

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Rechtlicher Hinweis:

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. Die Inhalte stellen keine Heilversprechen dar. Bei gesundheitlichen Beschwerden konsultiere bitte einen Arzt oder Heilpraktiker. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sollte mit einem Therapeuten abgestimmt werden.

Die beschriebenen naturheilkundlichen Verfahren sind Methoden der Erfahrungsheilkunde, die wissenschaftlich und schulmedizinisch umstritten und nicht allgemein anerkannt sind.

Datum

9. Februar 2026